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“I was born lost and take no pleasure in being found.” (John Steinbeck, Travels with Charley: In Search of America)

Vor der Reise

Eine "normale" Reisekranken­versicherung kommt nicht in Betracht, da Versicherungsschutz in der Regel nur für wenige Wochen besteht und teils sogar das Arbeiten im Ausland untersagt ist. Darüber hinaus müsst Ihr Euch bei Eurer deutschen Kranken­versicherung abmelden (besser: die Versicherung ruhen lassen), da Ihr nicht mehr familienversichert seid bzw. nicht mehr selbst einzahlt (z.B. während einer Ausbildung oder eines regulären Arbeitsverhältnisses) und ein umfassender Ersatz benötigt wird. 

  • Teilnehmer des Working Holiday Programmes (Work & Travel)
  • Teilnehmer des Young Professional Programmes 
  • Teilnehmer des  International Co-op internship Programmes (Auslandspraktikum)
  • "Au Pair" (Live-In Caregiver Program=LCP)
  • Schüleraustausch / High School Jahr
  • Backpacker / Langzeitreisende OHNE Arbeitserlaubnis (auch länderübergreifend, länger als 12 Monate und ohne Altersbeschränkung)
  • ältere Langzeitreisende (bis ins Rentenalter) 

Medizinische Behandlungen können in Nordamerika 4 bis 5 Mal teurer sein als in Deutschland und sind im Allgemeinen auch wesentlich teurer als im Rest der Welt. Dies schlägt sich selbstverständlich auf die Versicherungsprämien nieder.

Zugegeben, Flüge und Hostels raussuchen, Reiseblogs lesen und sein Outdoor-Equipment vervollständigen erhöht die Vorfreude und steht somit bei vielen an erster Stelle. Deswegen war es uns wichtig, dass Ihr theoretisch auch wenige Stunden vor Abreise online den Vertrag abschließen könnt. Ihr solltet dies dennoch früher erledigen, sodass Ihr noch genug Zeit habt, die Versicherungsunterlagen (die Bestätigung Eures Versicherungsschutzes kann schonmal 24 Stunden und länger dauern) - die Euch per Email zugeschickt werden- auszudrucken, da Ihr bei Eurer Einreise dem Immigration Officer sämtliche Papiere vorlegen müsst, unter anderem der Nachweis über Euren Versicherungsschutz für die gesamte Dauer des Aufenthaltes.

Zu allererst haben wir selbstverständlich geguckt, was die „Konkurrenz“ - sprich reguläre Versicherungsseiten - anbietet.

Da ist uns leider aufgefallen, dass viele Versicherungsmakler wahllos überteuerte und leistungstechnisch unterdurchschnittliche Versicherungen​ anbieten. Zu allem Übel wird mit veralteten Siegeln geworben, doch genau diese Versicherungen sind zum Teil beim neusten Vergleich von Finanztest von Stiftung Warentest (06/2014) stark abgefallen.

Wir haben uns also die Mühe gemacht - basierend auf Finanztest von Stiftung Warentest - und geschaut, welche Langzeitreise­versicherung speziell für Kanada die Beste ist.

Darüber hinaus haben wir schon selbst Erfahrungen im Ernstfall vor Ort sammeln können. Das wünscht man sich persönlich zwar nicht, aber so können wir mit gutem Gefühl die Hanse Merkur Young Travel Premium empfehlen. Das ist durchaus deckungsgleich mit den positiven Erfahrungen, von denen andere Traveller in diversen Foren und FB-Gruppen berichten. Angefangen mit der Unterstützung vor Ort bis zur schnellen und unkomplizierten Abwicklung im Nachhinein.

Wir versprechen Euch, die Auswahl aktuell zu halten!

Weil wir Euch nicht über den Tisch ziehen und uns einen Keks freuen, den Hostel-Deal ausgemacht haben zu können.

Überversichert zu sein ist eine typisch deutsche Eigenschaft. In keinem (!) anderen Land der Welt habe Menschen so viele Versicherungspolicen in ihren Ordnern abgeheftet wie in Deutschland.

Reisegepäck­versicherung: Hast Du eine teure Fotoausrüstung dabei samt MacBook und neuem Snowboard, dann kann eine Reisegepäck­versicherung durchaus Sinn machen.

Reisehaftpflicht­versicherung: Empfehlenswert, sofern man nicht sowieso schon privat haftpflichtversichert ist. Fragt bei Eurer Haftpflicht­versicherung nach, ob der Versicherungsschutz auch für das Ausland gilt.​

Reiserücktritts­versicherung: Sehr empfehlenswert. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Reisepreis (gebuchte Flüge, Hostels etc.)​

Notfall­versicherung: hilft Euch finanziell, wenn es einen Notfall gibt und Ihr z.B. wegen Krankheit eines nahen Angehörigen nach Deutschland fliegen möchtet.

In der Tat besteht bei Studienaufenthalten von mehr als 6 Monaten in den Provinzen British Columbia, Alberta und Saskatchewan diese Möglichkeit der Absicherung und wird vielerorts direkt an den Universitäten angeboten, allerdings wirst Du dann auch wie ein Kanadier behandelt und es entfallen Leistungen wie "Medizinisch bedingter Rücktransport nach Deutschland". Wir raten Dir daher ab, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, zumal sie sich preislich im selben Rahmen bewegt wie die Premiumprodukte der Versicherer. 

Während der Reise

In Notfällen wählst Du genauso wie in den USA die 911 oder fährst direkt zum Krankenhaus. Neben den niedergelassenen Ärzten, bei denen wochen- und monatelange Wartenzeiten keine Seltenheit sind, gibt es sogenannte Walk-In Clinics, zu denen Du auch ohne Termin gehen kannst. 

Bitte denke immer daran, dass selbst auf Touristenrouten das nächste Krankenhaus ein paar Autostunden entfernt sein kann, Dein Handy evtl. keinen Empfang hat und gegebenenfalls Naturkatastrophen wie Erdrutsche, Lawinen, Schneestürme (Blizzards) dafür sorgen, dass Du nicht der einzige bist, der Hilfe braucht oder im schlimmsten Fall von der Außenwelt abgeschnitten bist.

Die über diese Seite buchbaren Versicherungen haben alle eine 24-Stunden-Hotline, die Dir helfen können, ein Krankenhaus zu finden und Dir auch bei allen anderen Fragen beratend zur Seite stehen.

Die genauen Bedingungen variieren. Du kannst dies in den AGB der Versicherer nachlesen.

Das ist ein wirklich wichtiges Kriterium und hat beim Finanztest so manch einer Versicherung das Gesamtergebnis verhagelt. Unsere ausgewählten Versicherungen zahlen in solch einem Fall solange weiter, bist Du genesen bist bzw. ein Krankentransport nach Deutschland möglich ist.

Falls Du regelmäßig Medikamente benötigst, solltest Du für die gesamte Länge Deines Aufenthaltes vorgesorgt haben. Im Falle eines Verlusts ist es Dir selbstverständlich gestattet, zu einem Arzt bzw. einer Walk-In Clinic zu gehen und Dir so Ersatz zu verschaffen (sicherheitshalber Rücksprache mit Deiner Versicherung halten). Deshalb sollte zu Deinen Reisedokumenten auch eine Medikamentenliste beiliegen. Zusätzlich vorab recherchieren, ob die Medikamente in Kanada zugelassen und erhältlich sind und ob sie eventuell unter anderem Namen vertrieben werden.

Es werden in der Regel nur medizinisch notwendige Medikamente von den Versicherungen übernommen. Die Antibabypille zum Beispiel müsstest Du in vollem Umfang selbst bezahlen.

Das ist generell möglich! Anders sieht es aus, wenn Du Dich aus dem Ausland heraus erstversichern möchtest, Du Dich also schon im Ausland aufhälst, aber noch unversichert bist. Es gibt Leute, bei denen das Erstversichern aus dem Ausland heraus möglich war. Wie wahrheitsgemäß die Angaben bzgl. des „aktuellen“ Aufenthaltsortes war, ist unbekannt.

Nun ja, wir kennen da einen sportlichen Australier, de mit uns im Okanagan Äpfel gepflückt hat. Der war nicht versichert und ist eines Tages dummerweise von der Leiter gefallen. Er hat sein überaus kompliziert gebrochenes Bein notdürftig schienen lassen und ist für die OP - nach einigen Tagen Warterei - unter starken Schmerzen zurück nach Australien geflogen. Das ganze hat ihn $6000 gekostet, was immer noch wesentlich günstiger war, als es in Kanada behandeln zu lassen. Unter'm Strich: Schulden und nicht gerade die besten Bedingungen für einen guten Heilungsprozess...

Nach der Reise

Dann wäre es schön, wenn Ihr uns weiterempfehlt :)