„Kanada für Lau“ auf Facebook

Kanada umsonst?

Ja, das ist gar nicht so weit hergeholt. Selbstverständlich wird Euch niemand Euren kompletten Kanada-Aufenthalt inklusive Spesen bezahlen. Gut, es gibt auch ein paar Ausnahmen, wo die Eltern den Sprösslingen einfach Flug, Versicherung, Hostel buchen und kurz vor Abflug „vorsichtshalber“ auch die Kreditkarte in die Hand drücken (solchen gepamperten Travellern sind wir tatsächlich schon begegnet). In der Regel sieht es allerdings so aus: Während man sich wie ein Keks auf die Reise freut, um ein Visum kämpft, Informationen in diversen Facebook-Gruppen/Foren/Blogs zusammenklaubt, geht man multiplen Beschäftigungen nach, um auf ein adäquates Reisebudget zu kommen. Neben der Bewältigung von Schule/Ausbildung/Studium schlägt sich mancher die Nächte als Thekenkraft um die Ohren, gibt Nachhilfe, liefert für Apotheken Medikamente aus… Hinzu kommen dann noch die Scheinchen, die sich in der Geburtstagsgrußkarte von Tante Christa oder Opa Manni verstecken.

Mühsam angespartes Reise-Budget

Das Reisebudget ist also mühsam angespart und um nichts in der Welt wird man damit sorglos um sich werfen. Um an einen halbwegs günstigen Flug zu kommen werden etliche Stunden in die Observierung der Preise von Flugtickets gesteckt und eine Strategie entwickelt, wann am besten (sprich am günstigsten) zugeschlagen werden sollte. Ein weiterer hoher Posten auf der Ausgabenliste ist die Langzeit-Reisekrankenverischerung. Damit Ihr da die beste Versicherung  findet, nicht draufzahlt, sondern sogar nocht spart – genau deswegen gibt es diese Internetseite mit dem Versicherungsvergleich.

 

The best things in life are free

Wie schon Luther Vandross in den 80ern sang: die besten Dinge im Leben kosten kein Geld. In Kanada werden jährlich unglaubliche Summen in Kunst, Musik, Sport und andere Bereiche gesteckt, die hierzulande eher stiefmütterlich behandelt werden. Das liegt zum einen natürlich daran, dass das zweitgrößte Land der Erde wirtschaftlich nach wie vor gut da steht. Was wiederum nicht automatsich heißt, dass dort jeder mit dem berühmten goldenen Löffel aufwächst. „White Trash“-Siedlungen mit zahnlosen Rednecks und Crack Shacks gibt es ebenso wie verarmte Reservate und Obdachlosenheime. Dennoch: man sieht, dass das Land Geld hat (unter Harper wurden aber ja auch ohne Rücksicht auf Mensch und Natur die natürlichen Ressourcen angezapft). Und so findet man zum Beispiel in winzigen Orten topmoderne Sportanlagen, am Canada Day wird im ganzen Land eine riesige Party mit Feuerwerk aufgetischt, es gibt unzählige kostenlose Großveranstaltungen mit großen Konzertbühnen. Hinzu kommt, dass eigentlich jedes Unternehmen, das auch nur halbwegs etwas auf sich hält ein Sportteam sponsort oder ein Fundraiser Event organisiert. Malls und Einkaufsstraßen tun sich oftmals zusammen, um die Besucher mit kostenlosen Donots und Kaffee am eigenen kostenlosen Ice Rink zu beglücken.

Freebies googlen

Wer auf seiner Reise erstmal die Freebies abgreifen möchte, wird im Internet oftmals schon fündig, wenn er bei Google und Co den jeweiligen Ort, das Wort „free“ und den gewünschten Bereich (event, concert, movie, coffee etc.) eingibt. Die Suchergebnisse verweisen unter anderem auf Veranstaltungsseiten, Blogs, Facebook-Posts. Probiert es aus, man findet eigentlich immer etwas!

 

Und da Teilen schön ist und eine Begleitung nicht schaden kann: postet es in die Facebook-Gruppe „Kanada für Lau“.

Hier die Gruppenbeschreibung:

 

Du fliegst morgen zurück nach Deutschland und auf Deiner Prepaid SIM sind noch ein paar Dollar?
Du bist Dein Fahrrad auf Craigslist immer noch nicht losgeworden?
Du hast noch einen Haufen Lebensmittel in Deinem Kühlschrank und gehst jetzt 2 Wochen snowboarden?
Dein Parks Canada Pass ist noch eine 5 Tage gültig und Du glaubst, dass dies noch jemand nutzen könnte?
Du stellst gerade fest, dass Du 15kg Übergepäck hast?
Dein Bärenspray hast Du nicht genutzt?
Du willst Party machen ohne Geld auszugeben?
Eine freie Mahlzeit in Vancouver kommt Dir gerade Recht?
Dein Chef hat ein Sofa zu verschenken?
Keiner will Dein Road Trip Auto kaufen und Verschrottung kommt für Dich nicht in Frage?
Du hast zwei Gästelisten-Plätze gewonnen und bist noch allein?

Jeder freut sich, etwas geschenkt zu bekommen.
Und falls sich mal kein Käufer findet, dann ist es immer noch besser, einem anderen Traveler eine Freude zu machen als es wegzuschmeißen.

„Sharing is caring“

——————————-

+++ Bitte nur Dinge, die wirklich kostenlos sind +++
Es spricht natürlich nichts dagegen, vom Abnehmer auf ein Tässchen Kaffee eingeladen zu werden.
VIel Erfolg

 

 

Kanada für Lau

Hier geht es zur Facebook-Seite

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.